Dienstag, 17. November 2009

Es geht wieder los - Bildungsstreik Wilhelmshaven


Der Bildungsstreik geht in eine neue Phase! - Wir erinnern uns:
Im Juni gingen über 240.000 Schüler, Studenten und Auszubildende auf die Straße um für die Abschaffung der Studiengebühren, des Master- und Bachelorstudiengangs, für schuldenfreies und modertates Bafög, sowie die Abschaffung der Kita-Gebühren und allgemein, mehr Geld für Bildung zu demonstrieren. - Da keine der zentralen Forderungen von der Politik erfüllt, oder auch nur aufgenommen wurden, gehen die Proteste nun weiter!
Ausgehend von Österreich wurden viele der deutschen Universitäten besetzt und Aktionen durchgeführt um der Öffentlichkeit dieses Problem wieder in Focus zu rücken.
- Auch Wilhemshaven hat diese Welle nun erreicht: Heute, um 5 vor 12 (!) Uhr, fand eine kleine, spontane Aktion in der oberen Marktstraße statt, an der sich ca. 30-40 Personen (vorwiegend Schüler aus den städtischen Schulen) beteiligten. - Sie taten mit Plakaten und Transparenten ihren Unmut, über die bisherige Politik der Bundesregierung kund und wiederholten ihre Forderung nach mehr Förderung. - Die Aktion sollte der Auftakt sein, für einige weitere, die sicherlich noch folgen werden.

Donnerstag, 12. November 2009

Mahnwache vor der Kasserärztlichen Vereinigung (KV)

Selten hat eine Meldung auf unserer Seite einen so traurigen Hintergrund, wie diese. - Was sich zur Zeit vor der Kassenärztlichen Vereinigung abspielt, ist ein Drama:
Täglich von 11-13 Uhr stehen dort, in der Kirchreihe (Stadtteil Villenviertel), suchtkranke Menschen, die nicht wissen was mit ihnen weiter geschieht.
Sie haben eine Tafel dabei, auf der die Namen von 40 Personen aus Wilhelmshaven vermerkt sind, die in den letzten Jahren an den Folgen ihrer Drogensucht verstorben sind. Und jeder der dort steht kennt mindestens einen der Namen auf der Liste.
Viele haben mehrere Therapien hinter sich und das Methadon ist der einzige Weg ihnen momentan ein vernünftiges und stabiles Leben zu ermöglichen.

Hintergrund: Einer der substituirenden Ärzten, also ein Arzt der die Menschen mit Ersatzstoffen aus ihrem kriminellen Milieu herausholt, hat angekündigt sich aus dem bestehenden Methadonprogramm zurückzuziehen.
Dieses ist sehr bürokratisch und verlangt den bisher drei behandelnden Ärzten zu viel Zeit (immerhin alle zwei Wochenenden Dienst) ab.
Die Ärzte sind überfordert und sehen sich dazu noch ständigen Kontrollen ausgesetzt.

- Dr. Abelmann (so sein Name) hat der KV auch ein Modell vorgestellt, welches die Ärzte entlassten würde: Eine Schwerpunktpraxis sollte eingeführt werden, in der mehrer Ärzte in Schichten, die Patienten versogen sollten.
Dieses wurde jedoch abgelehnt und auch kein anderes erarbeitet.

Für die derzeit Substituierten hieße das, dass sie in Zukunft vielleicht nach Oldenburg, Varel, oder sonst irgendwo hinfahren müssten um sich ihre Ersatzstoffe zu holen. Völlig unklar dabei ist allerdings, wie sie die Fahrtkosten dafür aufbringen sollen; - und auch der soziale Aspekt spielt eine große Rolle: Denn der tägliche Zeitaufwand, den diese Menschen für ihre Erkrankung aufbringen müssten, trägt wohl schwerlich dazu bei sie in ein normales Leben zurück zu führen.
Ganz zu schweigen davon, dass die dort ansässigen Substitutionsprogramme dann sicherlich bald überlasstet sein dürften.
Viele der Menschen, die da jetzt in der Kirchreihe bei Wind und Wetter aushalten, haben Angst: Angst davor wieder kriminell zu werden, nur weil sie am Monatsende das Fahrgeld nicht aufbringen können. Angst davor rückfällig zu werden.
Sie verteilen Flugblätter in denen sie die Passanten auffordern, bei der Kassenärztlichen Vereinigung, bzw. dem Oberbürgermeister anzurufen.

Auch wir finden diese Hängepartie erbärmlich und finden, man könne dem gerne einmal nachkommen und auch bei den Frierenden einmal vorbeikommen und sich solidarisch zeigen.
Was sie geschaffen haben ist in der Bundesrepublik fast einmalig: Es ist nicht selbstverständlich, dass Suchtkranke für ihre Interessen einstehen und dies zeigt, wieviel Normalität durch diese Substitution doch schon geschaffen wurde.

Sonntag, 1. November 2009

Netzwerk stellt sich vor

Die ALI (Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven) hat uns eingeladen, uns bei ihrer, am 10.11. stattfindenden, Monatsversammlung vorzustellen. Als Themen werden unter anderem behandelt: die Koalitionsvereinbarungen der schwarz-gelben Bundesregierung und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kindergeld. Im Anschluss stellt sich das "Netzwerk gegen die Krise" kurz vor und es ist eine Fragerunde geplant.
Wer also Interesse hat und mehr über das Netzwerk erfahren möchte, ohne auf eines unserer Treffen zu kommen, ist herzlich eingeladen, dort um 10.00 Uhr zu erscheinen und Fragen an uns zu richten.
Die ALI befindet sich im DGB-Haus, Virchow-Ecke-Weserstraße

Samstag, 31. Oktober 2009

Bundeskonferenz "Wir zahlen nicht für eure Krise"

Vom 13.-15.11. findet in Stuttgart (Gewerkschaftshaus, Willi-Bleicher-Straße 20) die Bundeskonferenz "Wir zahlen nicht für eure Krise" statt. Eingeladen sind alle, Personen und Parteien, Bündnisse und Initiativen, die sich über das derzeitige Krisenmanagment der Bundesregierung und den Auswirkungen auf den Einzelnen und die Kommunen ein Bild verschaffen wollen. - Infos unter: www.kapitalismuskrise.org
Das Netzwerk Wilhelmshaven ruft auf zu reger Beteiligung. - Schön wäre es wenn einige Teilnehmer bei einem unserer nächsten Treffen darüber berichten können.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Kurs an der Volkshochschule

Am 20.-21. November findet in der Volkshochschule Wilhelmshaven (Hans-Beutz-Haus, Virchowstr.) ein Kurs unter dem Titel, "Krise in der Marktwirtschaft", statt.
Er soll historische und ökonomische Gründe, der zyklisch wiederkehrenden Krisen in marktwirtschaftlichen Strukturen beleuchten. - Das Netzwerk gegen die Krise ruft unbedingt zum Besuch dieses Kurses auf!
Anmeldeschluss ist der 13.11. - es wird ein Unkostenbeitrag von 22,-€ erhoben
Anmeldungen über die Vhs (Hans-Beutz-Haus)

Freitag, 25. September 2009

Regelmäßige Treffen

Das Krisen-Netwerk trifft sich, jeden 2ten und 4ten Donnerstag um 18.00 Uhr, hinter der Alten Molkerei, Genossenschaftsstr.50. - Eingeladen ist jeder der kommen möchte; Betroffene und Interessierte, Gewerkschafter und Betriebsräte, oder Mitglieder von Wohlfahrtsverbänden, - wir sind für Alle offen!
Das Netzwerk versucht, unter anderem, einen Begleitsservice zum Amt, sowie einen Tauschring zu etablieren. - Wir wollen über Hilfsangebote aufklären und wer diese leistet.
Wer also Zeit und Lust hat, oder ein Problem, bei dem er ein wenig Beistand gebrauchen könnte, sollte unbedingt zu einem unserer nächsten Treffen kommen.


Mittwoch, 16. September 2009

Netter Besuch am Morgen

Sympathisant des Netzwerkes gegen die Krise hatte den Termin für den Bundesweiten Aktionstag "Wir Zahlen nicht für eure Krise" am 17.09 auf seine Homepage gesetzt. Direkt am Montag Morgen hatte die Person Besuch vom Staatsschutz, mit der Begründung wenn in Wilhelmshaven eine nicht genehmigte politische Aktion Stattfindet sollte, wird diese Person dafür verantwortlich gemacht.
An diesen Beispiel sieht man mal wieder das es in Deutschland, dass die Menschen weder Recht auf Pressefreiheit, noch offen seine Meinung äußern darf.