Am Dienstag, den 15.12. (Termin wird noch genau bekannt gegeben!), trifft sich die frisch aufgelegte Arbeitsgruppe (Umgestalten/Neuordnung des Gesamtkonzepts) im Rat der Stadt. - Schon der Name suggeriert um was es eigentlich gehen soll: So ist zwar die anstehende Umwandlung der kommunalen Gesellschaften in eine AöR vom Rat abgelehnt, aber noch längst nicht vom Tisch und in gewissen Kreisen herrscht schon wieder einig Konsens darüber, dass sie eben doch kommt.
- Die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, der städtischen Arbeiter und Angestellten und damit der Zukunftsaussichten der Stadt allgemein, werden wir als "Netzwerk" nicht hinnehmen und fordern deshalb: Schluss mit dem Ausverkauf der städtischen Güter! Schluss mit der Aushölung des Tarifmodells durch die Stadt selbst! - Ein Ende mit den elenden PPP-Modellen, die immer mehr Bürger in die Abhängigkeit der privaten Investoren drängt und eine sozial gerechte Versorgung unmöglich macht.
Kommt mit uns zum Portal des Rathauses und zeigt den Aussschussmitgliedern, dass wir da sind und sie ihren Auftrag, die kommunale Versorgung sicherzustellen, ernst zu nehmen haben!
Montag, 7. Dezember 2009
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Heißer Herbst
Der heiße Herbst geht weiter! Heute gegen zwölf Uhr, treffen sich Schüler und Studenten aus ganz Wilhelmshaven in der FH, gegenüber dem Reinhart-Nieter-Krankenhaus, in der Friedrich Paffrath Str., um gegen Studiengebühren und ein dreigliedriges Schulsystem zu protestieren. - Es sind wieder einige Aktionen geplant, denen hier an dieser Stelle jedoch nicht vor gegriffen werden soll. - Wir wünschen allen Beiteiligten jedoch, einen lautstarken und fruchtbaren Tag und hoffen, dass ihre Forderungen gehört und hoffentlich auch bald umgesetzt werden.Das Netzwerk gegen die Krise ruft alle die Zeit haben und auch alle die sich nur irgendwie frei machen können dazu auf, sich an diesem Protest zu beteiligen! - Die Bildungsgesellschaft, wenn sie denn eine bleiben soll, braucht euch...
Dazu vielleicht schon mal vormerken: Am 10.12. ist Kultusministerkonfernz in Bonn!
Samstag, 28. November 2009
ALSO Symposium
Am Samstag den 5.12. findet in Oldenburg (im BIS-Saal, der Carl von Ossietzky Universität), das 3. wissenschaftliche Symposium der ALSO (Arbeitslosenhilfe Oldenburg), zum Thema Krisen-Konzepte statt.
Von 12.00 Uhr an, soll das aktuelle Krisenmangment durch vier Referenten näherer Beleuchtung unterzogen werden. - Die Vorträge der WissenschaftlerInnen sollen Anregungen für einen aktiven Austausch zwischen wissenschaftlicher Analyse und praktischen sozialen Bewegungen sein.
Zum Abschluss (ca. 18.15 Uhr) gibt es ein Round-Tabel Gespräch mit allen Referenten und VetreterInnen der Erwerbslosenintiative.
ReferentInnen und Wegbeschreibung unter:
www.also-zentrum.de
Von 12.00 Uhr an, soll das aktuelle Krisenmangment durch vier Referenten näherer Beleuchtung unterzogen werden. - Die Vorträge der WissenschaftlerInnen sollen Anregungen für einen aktiven Austausch zwischen wissenschaftlicher Analyse und praktischen sozialen Bewegungen sein.
Zum Abschluss (ca. 18.15 Uhr) gibt es ein Round-Tabel Gespräch mit allen Referenten und VetreterInnen der Erwerbslosenintiative.
ReferentInnen und Wegbeschreibung unter:
www.also-zentrum.de
Netzwerk unterwegs
Beim letzten Treffen des Netzwerks berichteten die drei Vertreter/Innen, die die Bundeskonferenz ("Wir zahlen nicht für eure Krise") besucht hatten, von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. - Es gestaltete sich ein hochinteressanter und informativer Abend:
Als herausragende Punkte wurden vor allem der Bericht über die Kölner Erwerbsloseninitiative (KEAs) zu ihrem "Zahltag"(eine Aktionsinitiative, die es auch in Wilhelmshaven zu verwirklichen gilt!), der Kontakt zu einem Vertreter in Bremen und der Bildungsstreik herausgearbeitet. Die Aktion "Solidarität mit Emily" und das "Bündnis für ein Sanktionmoratorium" wurden näher beleuchtet und einiges mehr vorgestellt. Doch schnell wurde klar, dass das Material umfangreich und längst noch nicht alles gesichtet und aufgearbeitet ist. Die Bundeskonferenz war für das Wilhemshavener Bündnis ein großer Input, den abzuspulen viel Engagment (hoffentlich auch von neuen Aktivisten!) kosten wird.
- Es wurden ferner die beiden Aktionstage (der 20. März und der 12. Juni), auf die es jetzt hin zu arbeiten gilt, übermittelt und die Optionen für ein "Klimacamp" in WHV diskutiert.
- Einigkeit herrschte sofort beim Thema "Zahltag"; - diese Aktionsidee in örtliche Arge zu tragen.
Als herausragende Punkte wurden vor allem der Bericht über die Kölner Erwerbsloseninitiative (KEAs) zu ihrem "Zahltag"(eine Aktionsinitiative, die es auch in Wilhelmshaven zu verwirklichen gilt!), der Kontakt zu einem Vertreter in Bremen und der Bildungsstreik herausgearbeitet. Die Aktion "Solidarität mit Emily" und das "Bündnis für ein Sanktionmoratorium" wurden näher beleuchtet und einiges mehr vorgestellt. Doch schnell wurde klar, dass das Material umfangreich und längst noch nicht alles gesichtet und aufgearbeitet ist. Die Bundeskonferenz war für das Wilhemshavener Bündnis ein großer Input, den abzuspulen viel Engagment (hoffentlich auch von neuen Aktivisten!) kosten wird.
- Es wurden ferner die beiden Aktionstage (der 20. März und der 12. Juni), auf die es jetzt hin zu arbeiten gilt, übermittelt und die Optionen für ein "Klimacamp" in WHV diskutiert.
- Einigkeit herrschte sofort beim Thema "Zahltag"; - diese Aktionsidee in örtliche Arge zu tragen.
Dienstag, 17. November 2009
Es geht wieder los - Bildungsstreik Wilhelmshaven

Der Bildungsstreik geht in eine neue Phase! - Wir erinnern uns:
Im Juni gingen über 240.000 Schüler, Studenten und Auszubildende auf die Straße um für die Abschaffung der Studiengebühren, des Master- und Bachelorstudiengangs, für schuldenfreies und modertates Bafög, sowie die Abschaffung der Kita-Gebühren und allgemein, mehr Geld für Bildung zu demonstrieren. - Da keine der zentralen Forderungen von der Politik erfüllt, oder auch nur aufgenommen wurden, gehen die Proteste nun weiter!
Ausgehend von Österreich wurden viele der deutschen Universitäten besetzt und Aktionen durchgeführt um der Öffentlichkeit dieses Problem wieder in Focus zu rücken.
- Auch Wilhemshaven hat diese Welle nun erreicht: Heute, um 5 vor 12 (!) Uhr, fand eine kleine, spontane Aktion in der oberen Marktstraße statt, an der sich ca. 30-40 Personen (vorwiegend Schüler aus den städtischen Schulen) beteiligten. - Sie taten mit Plakaten und Transparenten ihren Unmut, über die bisherige Politik der Bundesregierung kund und wiederholten ihre Forderung nach mehr Förderung. - Die Aktion sollte der Auftakt sein, für einige weitere, die sicherlich noch folgen werden.
Donnerstag, 12. November 2009
Mahnwache vor der Kasserärztlichen Vereinigung (KV)
Selten hat eine Meldung auf unserer Seite einen so traurigen Hintergrund, wie diese. - Was sich zur Zeit vor der Kassenärztlichen Vereinigung abspielt, ist ein Drama:
Täglich von 11-13 Uhr stehen dort, in der Kirchreihe (Stadtteil Villenviertel), suchtkranke Menschen, die nicht wissen was mit ihnen weiter geschieht.
Sie haben eine Tafel dabei, auf der die Namen von 40 Personen aus Wilhelmshaven vermerkt sind, die in den letzten Jahren an den Folgen ihrer Drogensucht verstorben sind. Und jeder der dort steht kennt mindestens einen der Namen auf der Liste.
Viele haben mehrere Therapien hinter sich und das Methadon ist der einzige Weg ihnen momentan ein vernünftiges und stabiles Leben zu ermöglichen.
Hintergrund: Einer der substituirenden Ärzten, also ein Arzt der die Menschen mit Ersatzstoffen aus ihrem kriminellen Milieu herausholt, hat angekündigt sich aus dem bestehenden Methadonprogramm zurückzuziehen.
Dieses ist sehr bürokratisch und verlangt den bisher drei behandelnden Ärzten zu viel Zeit (immerhin alle zwei Wochenenden Dienst) ab.
Die Ärzte sind überfordert und sehen sich dazu noch ständigen Kontrollen ausgesetzt.
- Dr. Abelmann (so sein Name) hat der KV auch ein Modell vorgestellt, welches die Ärzte entlassten würde: Eine Schwerpunktpraxis sollte eingeführt werden, in der mehrer Ärzte in Schichten, die Patienten versogen sollten.
Dieses wurde jedoch abgelehnt und auch kein anderes erarbeitet.
Für die derzeit Substituierten hieße das, dass sie in Zukunft vielleicht nach Oldenburg, Varel, oder sonst irgendwo hinfahren müssten um sich ihre Ersatzstoffe zu holen. Völlig unklar dabei ist allerdings, wie sie die Fahrtkosten dafür aufbringen sollen; - und auch der soziale Aspekt spielt eine große Rolle: Denn der tägliche Zeitaufwand, den diese Menschen für ihre Erkrankung aufbringen müssten, trägt wohl schwerlich dazu bei sie in ein normales Leben zurück zu führen.
Ganz zu schweigen davon, dass die dort ansässigen Substitutionsprogramme dann sicherlich bald überlasstet sein dürften.
Viele der Menschen, die da jetzt in der Kirchreihe bei Wind und Wetter aushalten, haben Angst: Angst davor wieder kriminell zu werden, nur weil sie am Monatsende das Fahrgeld nicht aufbringen können. Angst davor rückfällig zu werden.
Sie verteilen Flugblätter in denen sie die Passanten auffordern, bei der Kassenärztlichen Vereinigung, bzw. dem Oberbürgermeister anzurufen.
Auch wir finden diese Hängepartie erbärmlich und finden, man könne dem gerne einmal nachkommen und auch bei den Frierenden einmal vorbeikommen und sich solidarisch zeigen.
Was sie geschaffen haben ist in der Bundesrepublik fast einmalig: Es ist nicht selbstverständlich, dass Suchtkranke für ihre Interessen einstehen und dies zeigt, wieviel Normalität durch diese Substitution doch schon geschaffen wurde.
Täglich von 11-13 Uhr stehen dort, in der Kirchreihe (Stadtteil Villenviertel), suchtkranke Menschen, die nicht wissen was mit ihnen weiter geschieht.
Sie haben eine Tafel dabei, auf der die Namen von 40 Personen aus Wilhelmshaven vermerkt sind, die in den letzten Jahren an den Folgen ihrer Drogensucht verstorben sind. Und jeder der dort steht kennt mindestens einen der Namen auf der Liste.
Viele haben mehrere Therapien hinter sich und das Methadon ist der einzige Weg ihnen momentan ein vernünftiges und stabiles Leben zu ermöglichen.
Hintergrund: Einer der substituirenden Ärzten, also ein Arzt der die Menschen mit Ersatzstoffen aus ihrem kriminellen Milieu herausholt, hat angekündigt sich aus dem bestehenden Methadonprogramm zurückzuziehen.
Dieses ist sehr bürokratisch und verlangt den bisher drei behandelnden Ärzten zu viel Zeit (immerhin alle zwei Wochenenden Dienst) ab.
Die Ärzte sind überfordert und sehen sich dazu noch ständigen Kontrollen ausgesetzt.
- Dr. Abelmann (so sein Name) hat der KV auch ein Modell vorgestellt, welches die Ärzte entlassten würde: Eine Schwerpunktpraxis sollte eingeführt werden, in der mehrer Ärzte in Schichten, die Patienten versogen sollten.
Dieses wurde jedoch abgelehnt und auch kein anderes erarbeitet.
Für die derzeit Substituierten hieße das, dass sie in Zukunft vielleicht nach Oldenburg, Varel, oder sonst irgendwo hinfahren müssten um sich ihre Ersatzstoffe zu holen. Völlig unklar dabei ist allerdings, wie sie die Fahrtkosten dafür aufbringen sollen; - und auch der soziale Aspekt spielt eine große Rolle: Denn der tägliche Zeitaufwand, den diese Menschen für ihre Erkrankung aufbringen müssten, trägt wohl schwerlich dazu bei sie in ein normales Leben zurück zu führen.
Ganz zu schweigen davon, dass die dort ansässigen Substitutionsprogramme dann sicherlich bald überlasstet sein dürften.
Viele der Menschen, die da jetzt in der Kirchreihe bei Wind und Wetter aushalten, haben Angst: Angst davor wieder kriminell zu werden, nur weil sie am Monatsende das Fahrgeld nicht aufbringen können. Angst davor rückfällig zu werden.
Sie verteilen Flugblätter in denen sie die Passanten auffordern, bei der Kassenärztlichen Vereinigung, bzw. dem Oberbürgermeister anzurufen.
Auch wir finden diese Hängepartie erbärmlich und finden, man könne dem gerne einmal nachkommen und auch bei den Frierenden einmal vorbeikommen und sich solidarisch zeigen.
Was sie geschaffen haben ist in der Bundesrepublik fast einmalig: Es ist nicht selbstverständlich, dass Suchtkranke für ihre Interessen einstehen und dies zeigt, wieviel Normalität durch diese Substitution doch schon geschaffen wurde.
Sonntag, 1. November 2009
Netzwerk stellt sich vor
Die ALI (Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven) hat uns eingeladen, uns bei ihrer, am 10.11. stattfindenden, Monatsversammlung vorzustellen. Als Themen werden unter anderem behandelt: die Koalitionsvereinbarungen der schwarz-gelben Bundesregierung und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kindergeld. Im Anschluss stellt sich das "Netzwerk gegen die Krise" kurz vor und es ist eine Fragerunde geplant.
Wer also Interesse hat und mehr über das Netzwerk erfahren möchte, ohne auf eines unserer Treffen zu kommen, ist herzlich eingeladen, dort um 10.00 Uhr zu erscheinen und Fragen an uns zu richten.
Die ALI befindet sich im DGB-Haus, Virchow-Ecke-Weserstraße
Wer also Interesse hat und mehr über das Netzwerk erfahren möchte, ohne auf eines unserer Treffen zu kommen, ist herzlich eingeladen, dort um 10.00 Uhr zu erscheinen und Fragen an uns zu richten.
Die ALI befindet sich im DGB-Haus, Virchow-Ecke-Weserstraße
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